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Das Badezimmer muss renoviert werden – Teil 2 Dekorputz

So, nun sollen die Wände im Badezimmer verputzt werden, und ein leicht flaues Gefühl macht sich in meinem Magen breit. Bisher habe ich immer nur bei Bekannten zugeschaut, aber es selbst noch nie probiert. Der ganze Hausflur ist bei uns mit Dekorputz versehen, und da wir ihn vor einiger Zeit problemlos überstreichen konnten, sollten die Badezimmerwände auch so werden. Im Endeffekt habe ich zwei verschiedene Putze verwendet, aber lest selbst 😉

Dekorputz finde ich eigentlich ganz schick, vor allem, da er gut für Feuchträume geeignet ist. Die Struktur sollte ähnlich wie die unseres Hausflures haben, weshalb ich mir  Kunstharzputz besorgte, da er auf Anraten gut für Anfänger geeignet sein soll.

Haftgrund

 

11910836_902516359822527_244133011_nBevor ich jedoch die Maurerkelle schwingen konnte, musste ich die Wände noch mit Haftgrund versehen, damit das Material eine bessere Haftung auf dem Untergrund hat, und mir nicht gleich wieder entgegenkommt. Man soll ja mit der Hand über die Fläche fahren, ob Rückstände auf der Haut bleiben, und ja, meine Handinnenfläche war recht weiß und staubig. Die Anwendung ist sehr simpel, und das Mischungsverhältnis ist auf dem Eimer angegeben. Nun rührte ich mir in einem alten Eimer 1 Liter Haftgrund gemischt mit 2 Liter Wasser an und trug diesen mit einer Maurerbürste auf… 11921932_902516363155860_602930538_nIch kannte diesen Ausdruck bisher nicht, denn bei uns sagt man einfach nur Witschequast 😉 Damit habe ich die Wände und die Decke eingestrichen. Danach hatte ich erstmal ein wenig Pause, da der Haftgrund 4 Stunden trocknen musste. In dieser Zeit stellte ich mir den Dekorputz, den Glätter, die Maurerkelle und die Bohrmaschine mit Rührer bereit. Ich war noch guter Dinge…

Dekorputz (Kunstharzputz)

11910621_902516329822530_1077404017_nNach den vier Stunden war der Haftgrund gut getrocknet, und es blieb nichts mehr an der Handinnenfläche hängen, und auch der Test mit dem Klebeband war zufriedenstellend. Vorweg gesagt, ich bin nicht schwach auf der Brust und nicht gerade mit zwei linken Händen ausgestattet, doch einige werden sich bestimmt denken, oh weia, was hat die denn da veranstaltet 😉 Doch eins nach dem anderen…

11923061_902516346489195_669319295_nMit voller Motivation und ein wenig Respekt habe ich den Kunstharzputz mit der Bohrmaschine und Rührer gut durchgerührt, was schon ein wenig Kraftaufwand benötigt, da es recht zäh ist. Ich habe ein wenig Wasser dazugegeben, jedoch nicht mehr als 2%, wie auf dem Eimer angegeben und nochmals gerührt. Für eine bessere Verarbeitung, habe ich mir einen separaten alten Eimer genommen und dort Putz umgefüllt. Im Nachhinein bin ich echt froh, das ich das komplette Bad abgeklebt habe, da ich sonst immer noch alles wegkratzen müsste 😉 11880763_902536443153852_1225417104_nAngefangen habe ich mit der Decke, und da ich dort nur ein wenig Struktur haben wollte, trug ich den Putz mit einem Pinsel auf. Das hat wirklich prima geklappt, doch es fiel beim Verarbeiten einiges auf den Boden. Macht ja nichts… Die Deckkraft des Putzes reichte allerdings nicht aus, aber ich wollte wie gesagt vorerst nur die Struktur.

Nun zur Wand…

11909767_902516313155865_1337213762_nIch habe mit der Wand angefangen, an der man am einfachsten ran kommt und wo normalerweise unser Spiegel hängt. Den Eimer mit dem Putz habe ich mir oben auf die Leiter gestellt und mit Glätter und Maurerkelle bewaffnet ging es los. Den Glätter habe ich in leichtem Winkel an die Wand gehalten und mit der Kelle den Putz darauf gegeben. Ich hatte wie gesagt schon öfter zugeschaut 😉 Der Glätter nun schön über die Wand gezogen, um den Putz gut zu verteilen. Das klappte eigentlich ganz prima, auch wenn es auf Dauer ehrlich in die Arme ging. Man merkte richtig, wie diese gefühlt immer länger und schwerer wurden. Nebenbei noch schön das Gleichgewicht auf der hohen Leiter halten, denn einen Satz von dieser wollte ich nicht machen… 😉 Am meisten hat mich geärgert, das der meiste Dekorputz beim Auftragen auf den Boden klatschte. Na ganz toll… Ein Drittel an der Wand und zwei Drittel am Boden…

Auf der Hälfte der Wand konnte ich einfach nicht mehr. Ich hasse es aufzugeben, aber mir fehlte einfach die Kraft. Gut es muss alles akribisch sein bei mir, vielleicht habe ich mich deshalb so lange damit aufgehalten, doch ich hasse es aufzugeben. An diesem Punkt ging es einfach nicht anders, und ich wartete bis Micha Abends heim kam. Er war so lieb und hat die Wand zu Ende verputzt. Man war ich froh 😉

Rollputz

11911206_902516323155864_1949642022_nEs musste allerdings eine Lösung her, und so fuhren wir in den Baumarkt mit dem Biber und besorgten Rollputz, den man leicht mit der Rolle an die Wand bringen kann. Ja, das ist zwar ein anderer und viel einfacher Putz, doch dazu später mehr 😉 Der feine Rollputz lässt sich sehr leicht durchrühren und man kann diesen genau wie den anderen auf Wunsch mit ein wenig Volltonfarbe einfärben. Ich wollte ihn allerdings erstmal weiß lassen und habe ihn mit der Farbrolle auf die Wand und die Decke gerollt. Das ging herrlich einfach und hat kaum getropft. Im Endeffekt ist der feine Rollputz  ja eigentlich nicht groß was anderes als Wandfarbe mit leichter Körnung. Die Deckkraft ist allerdings nicht besonders intensiv, und so habe ich alles noch ein zweites Mal gestrichen, was man ja im Normalfall auch macht. Ich hatte mir zusätzlich eine Strukturrolle gekauft, welche ich aber nicht mehr verwendet habe, da die Farbrolle beim zweiten Anstrich ein schönes Muster hinterlassen hat. 11930661_902530663154430_1093751326_nMit dem Ergebnis war ich super zufrieden, aber die Wände waren nun doch zu weiß für meinen Geschmack 😉 Als kleines Highlight wollte ich noch vereinzelt kleine bunte Kreise an die Wand bringen, und so bastelte mir die Freundin meines Sohnes Schablonen aus Pappe, während ich nochmal los bin, um Volltonfarbe zu besorgen. Mit der Volltonfarbe habe ich die Kreise in den Schablonen vorsichtig mit einem Pinsel ausgetupft, und das Ergebnis gefällt uns allen ziemlich gut. So sind die Wände nicht ganz so eintönig.

Auch wenn die eine Wand nun einen anderen Dekorputz hat, finde ich dieses im Nachhinein richtig klasse, da sie wie ein beabsichtigtes Highlight wirkt, und trotz allem super zu den restlichen Wänden passt. Für die Zukunft werden wir uns öfter für den feinen Rollputz statt für Tapeten entscheiden, da er toll zu verarbeiten ist, richtig klasse aussieht und für ein tolles Raumklima sorgt.

So, als nächstes steht die Lackierung der Badewanne an, und ich bin schon sehr auf das Ergebnis gespannt, da die Emaille auf der Sitzfläche komplett runter ist.

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